Bei einer klassischen Haartransplantation werden die Grafts aus dem Hinterkopf entnommen. In manchen Fällen reicht die dort verfügbare Menge jedoch nicht aus. In solchen Situationen können zusätzliche Körperhaare aus Bart- oder Brustbereich als alternative Graftquelle dienen. Dadurch lässt sich die Gesamtanzahl der Transplantate erhöhen, was entweder eine größere Abdeckung oder eine höhere Dichte im Empfängerbereich ermöglicht.
Körperhaartransplantation: Was Sie wissen sollten
Eine Körperhaartransplantation ist technisch anspruchsvoller, da sie unter anderem zusätzliche Lokalanästhesie an den jeweiligen Entnahmebereichen erfordert. Aus ästhetischen Gründen sind diese Grafts in der Regel nicht für den Haaransatz geeignet. Stattdessen werden sie meist genutzt, um die Dichte am Oberkopf oder an der Krone zu erhöhen.
Welche Körperbereiche eignen sich als alternative Graftquellen?
Bart (unter dem Kinn)
Bartgrafts werden hauptsächlich unterhalb des Kinns entnommen. Dieser Bereich heilt in der Regel schnell ab und hinterlässt nur minimale Spuren. Um sichtbare Narben zu vermeiden, werden meist bis zu 1000 Grafts in einer Sitzung entnommen. Diese Grafts eignen sich hervorragend, um die Dichte am Oberkopf oder an der Krone zu verbessern.
Brust
In ausgewählten Fällen können Grafts auch aus dem Brustbereich entnommen werden. Der Eingriff ist schmerzarm, da er unter Lokalanästhesie erfolgt. Da dieser Bereich erfahrungsgemäß nicht sehr viele Grafts liefert, wird er meist nur genutzt, wenn andere Spenderbereiche nicht ausreichend verfügbar sind. Brustgrafts können gezielt eingesetzt werden, um die Dichte in bestimmten Kopfhautregionen zu erhöhen.
Ist eine Körperhaartransplantation schmerzhaft?
In den meisten Fällen werden Körperhaare unter Lokalanästhesie entnommen, sodass Patienten während des Eingriffs keine Schmerzen verspüren. Das Verfahren wird in mehreren kleinen Schritten durchgeführt und ist insgesamt gut verträglich.